Tipps für Diabetiker


Kontrolle ist gut - Selbstkontrolle ist besser

Kleine Wunden - große Wirkung

Schöne Ferien

Mobile Muskeln senken den Blutzucker

Fit und Fahrtüchtig mit Diabetes

Fuß-fit. So bleiben Sie auf dem Laufenden

(K)ein Gläschen in Ehren

1000-Ameisengefühl und brennende Füße

Ausgewogene Ernährung

"Schneller" Zucker ist tabu

Schlechte Blutzuckereinstellung schädigt die Gefäße

Augen auf: Spätschäden vermeiden

Fett: Ein Risikofaktor

Patientenservice

Mobile Muskeln senken Blutzucker

Liebe Patientin, lieber Patient,

wer seine Muskeln sportlich "arbeiten" läßt, verbraucht Energie, die der Körper liefert, indem er Zuckerdepots abbaut. Körperliche Aktivität kann zusammen mit medikamentöser Behandlung und Diät die Therapie unterstützen.

Bei regelmäßiger Muskelarbeit zeigt sich noch ein weiterer Vorteil: Insulin, soweit noch vorhanden, wird deutlich besser verwertet. Ist der Körper einmal in Bewegung, genügen kleinste Insulinmengen, um Zucker ins Gewebe zu schleusen.

Welche sportlichen Aktivitäten dürfen Sie sich zutrauen?

Radfahren, Schwimmen, Wandern, Gymnastik, Tennis, Tanzen - kurz gesagt - Aktivitäten, die Herz und Kreislauf fordern, aber nicht überfordern. Vor allem die regelmäßige Bewegung erzielt gute Wirkungen.
Leistungs-, Kraft- und Motorsport sind im allgemeinen für Diabetiker ungeeignet.

Worauf sollten Sie bei Sport und Bewegung achten?

Um durch gesteigerte Muskelaktivität keine Unterzuckerung zu provozieren, muß der Ausgangswert normnah sein und der Stoffwechsel angepaßt werden. Als Faustregel:

  • Kurze Belastungen, z. B. Tennis-Match, mit zusätzlichen Kohlenhydraten auffangen.
  • Bei längerer Belastung, z. B. Tageswanderungen, Insulin- bzw. Tablettendosis reduzieren.

Damit Ihre sportlichen Aktivitäten zu einem vollen Erfolg ohne Risiko werden, sollten wir beim nächsten Termin einmal abklären, welcher Sport für Sie am besten geeignet ist.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

Patientenservice

Fit und Fahrtüchtig mit Diabetes

Liebe Patientin, lieber Patient,

Diabetiker, die ihren Stoffwechsel gut unter Kontrolle haben, sind kein größeres Risiko für die Sicherheit im Straßenverkehr als die übrigen Verkehrsteilnehmer.

Erhöhte Unfallgefahr besteht für den diabetischen Autofahrer allerdings bei Unterzuckerung, der Hypoglykämie. Lernen Sie, Ihren Stoffwechsel zu stabilisieren und zu normalisieren. Die regelmäßige Selbstkontrolle von Harn- und Blutzucker sind die Basis.

Damit Sie immer wieder heil ankommen, ein paar wichtige Ratschläge:
Um riskante Blutzuckerentgleisungen zu vermeiden, sollten Sie sich vor und bei Autofahrten genauso strikt an Ihre gewohnte Diät und Medikation halten wie sonst auch.

Am einfachsten und praktischsten ist es, wenn Sie Ihre "Marschverpflegung" schon zu Hause vorbereiten und mitnehmen. Auf langen Fahrten essen Sie stündlich eine Kleinigkeit.

Halten Sie für den Fall einer Unterzuckerung eine Notration mit schnell wirksamen Kohlenhydraten bereit, z. B. Traubenzucker, süßen Fruchtsaft.

Informieren Sie Ihre Mitfahrer. Sie müssen Bescheid wissen, welche Zeichen auf eine Unterzuckerung hinweisen, und was sie zu tun haben.

Kommt es tatsächlich einmal dazu, muß selbstverständlich schon bei den ersten Anzeichen sofort angehalten werden. Nach überwundener Hypoglykämie sollten Sie sicherheitshalber noch 10 - 15 Minuten warten, bevor Sie die Fahrt fortsetzen.

Wie für jeden anderen Autofahrer gilt auch für Diabetiker: Kein Alkohol vor oder bei Autofahrten !

Muten Sie sich nicht zuviel Fahrstreß zu. Sehr lange Fahrten, womöglich noch nachts, sollten Sie lieber vermeiden. Ein selbstauferlegtes Tempolimit schont Ihre Nerven und den Stoffwechsel.

Nach der Richtlinie "Krankheit und Kraftverkehr" des Bundesverkehrsministers müssen Diabetiker in bestimmten Abständen, die von der Schwere des Diabetes abhängig sind, Ihre Fahrtauglichkeit nachweisen. Dafür herangezogen werden regelmäßig Untersuchungen der Stoffwechseleinstellung, der Sehfunktion sowie des Allgemeinzustandes.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema stehe ich Ihnen beim nächsten Praxistermin gerne Rede und Antwort.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

Patientenservice

Fuß-fit: So bleiben Sie auf dem Laufenden

Liebe Patientin, lieber Patient,

Ihre Füße verdienen es, besonders pfleglich und gut behandelt zu werden: Standhaft ertragen sie Tag für Tag das gesamte Körpergewicht auf einer relativ kleinen Fläche. Ungefähr 160.000 Kilometer gehen sie im Laufe eines Lebens.

Für Sie als Diabetiker gibt es noch weitere Gründe, besonders achtsam mit Ihrer Fußgesund- heit umzugehen. Bei Diabetes ist das Gefühl für Druck, Schmerz, Heiß und Kalt häufig vermindert. Kleine Verletzungen bleiben daher oft unbemerkt, bis sie sich zu schlecht heilenden Wunden entwickelt haben. Hinzu kommt, daß die Haut des Diabetikers anfälliger für Infektionen ist.

Tägliche Fußpflege

Waschen Sie die Füße nicht zu heiß mit hautfreundlichen, pH-neutralen oder leicht sauren Seifen. Trocknen Sie die Füße gut ab, vor allem auch zwischen den Zehen. Cremen Sie die Haut sorgfältig ein, um sie intakt und geschmeidig zu erhalten.

Regelmäßige Pediküre:

Schneiden Sie die Nagel nicht, sondern feilen Sie diese gerade und nicht zu kurz. Hühneraugen, Hornhaut oder eingewachsene Nägel überlassen Sie bitte der medizinischen Fußpflege.

Durchblutung anregen:

Schlüpfen Sie hin und wieder aus den Schuhen für eine kleine Fußgymnastik, z. B. mit den Fußspitzen wippen, Füße kreisen lassen. Gönnen Sie sich ein Fußbad: im Wechsel 1/4 Minute bei 34 - 35 Grad, 4 Sekunden bei 18 Grad. Massieren Sie die Füße von den Zehenspitzen angefangen in Richtung Herz.

Bequeme Schuhe tragen:

Enge, schlecht sitzende Schuhe verursachen Druckstellen, Blasen und Schwielen, die sich zu schlecht heilenden Wunden entwickelt können. Deshalb sollten Sie auch darauf achten, daß Ihre Strümpfe glatt, faltenfrei und nicht zu eng sitzen.

Verletzungen vermeiden:

Gehen Sie nicht barfuß, auch nicht in Ihrer Wohnung. Kleine Verletzungen entstehen oft unbemerkt. Seien Sie vorsichtig mit Heizkissen, Wärmflasche oder Elektro-Ofen. Durch das herabgesetzte Temperatur- und Schmerzempfinden können Sie sich verbrennen, ohne es zu bemerken.

Füße kontrollieren:

Inspizieren Sie Ihre Füße möglichst täglich, notfalls mit Hilfe eines Spiegels, sehr sorgfältig auf Verletzungen oder Veränderungen. Die Fußsohlen dabei nicht vergessen. Rote Druckstellen, Blasen, Schwielen, Schürfungen usw. brauchen ärztliche Behandlung.

Überprüfen Sie einmal anhand dieses Fußpflegeprogramms, ob Sie wirklich optimal für Ihre Füße sorgen.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

Patientenservice

(K)ein Gläschen in Ehren?

Liebe Patientin, lieber Patient,

die besten Durstlöscher sind kalorien- und kohlenhydratfrei. Was Sie davon konsumieren, brauchen Sie nämlich nicht in Ihrem Ernährungsplan zu berücksichtigen, z. B. Mineralwasser, ungesüßter Tee, Kaffee ohne Milch und Zucker.

Übrigens: Wer abnimmt, muß auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, damit die Abbauprodukte der Fette vom Körper ausgeschwemmt werden. 2 - 3 Liter Flüssigkeit pro Tag, am besten Mineralwasser, sind dafür angezeigt.

Was dürfen Sie sonst noch trinken?

Fettarme Milch, Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz, Diabetiker-Limonaden und Diabetiker-Säfte. Nicht vergessen: Die entsprechenden Broteinheiten müssen angerechnet werden.

Wie steht es mit dem Gläschen in Ehren?

Unter Vorbehalt erlaubt. Wenn vorher abgeklärt wurde, daß keine Zweiterkrankung vorliegt, die Alkohol strikt verbietet.

Doch bitte beachten:

Für Sie kommen ausschließlich trockene Diabetiker-Weine, Diabetiker-Sekt und Diätbier in Frage. Natürlich alles unter dem Vorbehalt des mäßigen, aber keineswegs regelmäßigen Genusses.

Alkohol-Kalorien müssen gewissenhaft im Ernährungsplan berücksichtigt werden.

Zur Beherzigung:

Trinken Sie niemals auf nüchternen Magen. Tauschen Sie Alkohol-Kalorien unter keinen Umständen gegen Kohlenhydrat-Kalorien aus. Die Folge wäre Unterzucker.

Gestrichen:

Alle zuckerhaltigen Fruchtsäfte, Limonaden, Cola, "normales" Bier, "normaler" Wein oder Sekt, Likör, Südwein und Schnäpse.

Haben Sie irgendwelche Zweifel, ob Sie ein Getränk als "erlaubt" oder "nicht erlaubt" einzustufen haben, dann sprechen Sie mich bei unserem nächsten Praxisgespräch erst einmal darauf an, bevor Sie Ihr Wohlbefinden aufs Spiel setzen.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

PS: Leiden Sie in letzter Zeit unter besonders starkem Durst? Das kann ein Hinweis darauf sein, daß Ihr Stoffwechsel schlecht eingestellt ist. Machen Sie einen Termin aus, damit wir die Ursache abklären.

Patientenservice

"1OOO-Ameisen-Gefühl" und brennende Füße

Liebe Patientin, lieber Patient,

vermindertes Schmerz- und Temperaturempfinden, extreme Berührungsempfindlichkeit, Taubheitsgefühl oder das oben genannte Ameisenkribbeln und Brennen in den Füßen sind Hinweise auf diabetische Nervenstörungen. Meist sind sie die Quittung für schlecht eingestellte Blutzuckerwerte.

Diabetische Nervenbeschwerden verschwinden nicht von selbst. Im Gegenteil, wer die Beschwerden ignoriert und sich nicht um die Normalisierung seiner Zuckerwerte kümmert, riskiert sogar, daß sich die Nervenstörungen verschlimmern und ausweiten. Diabetische Neuropathien, wie der medizinische Begriff lautet, treten zwar vor allem und zuerst an den unteren Extremitäten auf. Im fortgeschrittenen Stadium werden aber z. B. auch der Harnwegs- und Geschlechtstrakt, der Magen-Darm-Bereich oder ganze Muskelgruppen in Mitleidenschaft gezogen. Denn prinzipiell können alle Teile des Nervensystems betroffen sein. Aber soweit muß es ja nicht kommen.

Sie haben es in der Hand, durch Ihr gesundheitsbewußtes Verhalten schwerwiegenden diabetischen Neuropathien vorzubeugen: Normnahe Stoffwechseleinstellung steht an erster Stelle. Sie ist Ihr bester Schutz gegen Spätschäden an Nerven und Gefäßen.

Halten Sie sich konsequent an die besprochene Diabetes-Kost und die regelmäßige Anwendung Ihrer Diabetes-Medikamente. Auch wenn es manchmal nicht ganz leicht ist.

Prüfen Sie regelmäßig Ihre Zuckerwerte, damit wir Ernährung und Medikation gegebenenfalls darauf abstimmen können.

Achten Sie auf Ihr Gewicht. Denn mit steigendem Übergewicht steigt der Insulinbedarf. Noch vorhandene körpereigene Insulinreserven werden dadurch schneller erschöpft und müssen dann medikamentös ausgeglichen werden.

Alkohol und Nikotin sind Nervengift. Versuchen Sie, den Konsum einzuschränken. Noch besser ist vollständiger Verzicht, vor allem wenn bereits Nervenstörungen bestehen.

Sorgen Sie regelmäßig für ausreichende körperliche Bewegung. Sie hilft mit, den Blutzucker zu senken.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

Patientenservice

Die ausgewogene Zusammenstellung der Nahrung

Liebe Patientin, lieber Patient,

Wenn Sie zu Hause Ihren Einkaufszettel zusammenstellen, achten Sie unbedingt auf einen ausgewogenen Tagesplan. Die Speisen sollen abwechslungsreich sein. Auch könnte beispielsweise am Morgen ein Muntermacher mit Vitaminen und Ballaststoffen gewählt werden. Ein Milchprodukt und etwas Eiweißreiches als Zwischenmahlzeit bringen Energie für den Tag.

Das Mittagessen darf natürlich sättigen und sollte, mit Gemüsen angerichtet, das Hauptgericht darstellen. Zum Abendessen empfiehlt sich leichte Kost. Abwechslungsreiche Küche bedeutet einen Wechsel im Geschmack, mal süß, mal pikant. Einmal sollte warme, dann wieder kalte Küche gewählt werden. Suppen und Braten mit wechselnden Garnierungen runden den Speisentisch ab. Nicht nur die einheimische Küche, sondern auch Gerichte aus fremden Ländern lassen eine breite Gestaltungsfreiheit zu.

Es hat sich bewährt, vier Mahlzeiten zu sich zu nehmen: Ein Frühstück, eine Zwischenmahlzeit, ein Hauptgericht und ein Abendbrot.

Etwas Obst oder ein Müsli als Zwischenmahlzeit haben das eintönige Pausenbrot abgelöst.

Zum Mittagessen kann es mal Fisch, mal Fleisch oder Geflügel geben - die Abwechslungs- möglichkeiten kennen keine Grenzen. Auch Gerichte ohne Fleisch erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Beilagen wie Kartoffeln, Reis und Nudeln liefern die wichtigen Kohlenhydrate. Gemüse sollten nicht mehr als Beilage betrachtet, sondern dem Fleisch ebenbürtig zur Seite gestellt werden. Sie liefern die meisten Ballaststoffe, sind reich an Geschmack und auf viele Arten zuzubereiten. Gedünstet oder überbacken, mit und ohne Sauce, lassen sie das Wasser im Munde zusammenlaufen. Eine kleine Nachspeise rundet den Mittagstisch ab.

Das Abendessen sollte leicht und wohlschmeckend sein.

Suppen alleine stellen auch eine wertvolle Zwischenmahlzeit dar. Bereiten Sie sie während der heißen Jahreszeit auch einmal kalt zu und garnieren Sie sie mit Früchten oder Kräutern.

Natürlich gehört auch das abendliche Grillen zu einem gemütlichen Tagesausklang. Aber legen Sie doch einmal Maiskolben oder Gemüsespießchen auf den Grill. Raffinierte Saucen mit Kräutern und exotischen Gewürzen lassen schnell den Schweinebauch vergessen.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

Patientenservice

"Schneller" Zucker ist tabu

Liebe Patientin, lieber Patient,

vielen Diabetikern fällt es schwer, auf süßes Naschen zwischendurch zu verzichten.

Aber auch wenn's noch so schwerfällt, Süßigkeiten, Backwerk, Brotaufstrich mit normalem Haushaltszucker oder auch mit Honig gesüßt, sind für Sie tabu.

Der Grund leuchtet ein: Die verwendeten Zucker sind Einfach- bzw. Zweifachzucker, die vom Darm sehr schnell aufgenommen und direkt ans Blut abgegeben werden. Hierdurch werden Blutzuckerspitzen verursacht, die weder mit Insulin noch mit anderen Medikamenten ausgeglichen werden können.

Aber zum Glück gibt es Alternativen zu den "schnellen" Zuckern, mit denen Sie süßen dürfen: Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe.

Süßstoffe sind kohlenhydratfrei und kalorienfrei. Sie dürfen sie in beliebiger Menge einsetzen, ohne sie anrechnen zu müssen. Süßstoffe gibt es als Cyclamat, Saccharin und Aspartam. Die Süßkraft ist intensiver als bei Haushaltszucker. Mit Cyclamat und Saccharin können Sie sogar kochen und backen.

Zuckeraustauschstoffe erhöhen den Blutzuckerspiegel kaum und gelangen ohne Insulin in die Zellen. Da Zuckeraustauschstoffe den gleichen Brennwert wie Haushaltszucker haben, müssen sie im Ernährungsplan angerechnet werden, 12 g = 1 BE. Sie erhalten Zuckeraustauschstoffe als Sorbit, Fructose und Xylit. Alle drei sind hitzebeständig, somit zum Backen und Kochen geeignet.

Sie sehen also, auch Diabetiker-Naschkatzen steht der süße Feinschmeckerhimmel offen.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

Patientenservice

Schlechte Blutzuckereinstellung schädigt die Gefäße

Liebe Patientin, lieber Patient,

wer sich jahrelang mit schlecht eingestellten Zuckerwerten zufrieden gibt, handelt leichtsinnig. Denn die sogenannten Spätschäden entwickeln sich schleichend als Folge zu hoher Blutzuckerwerte.

"Verzuckerte" Eiweißkörper lagern sich zunächst in den kleinsten Blutgefäßen ab. Letztendlich kommt es zu Gefäßverschlüssen. Vor allem Augen und Nieren sind davon betroffen. Die Folgen: schwere Beeinträchtigung der Sehkraft, Nierenschäden. Mit der Zeit lagern sich auch in den größeren Gefäßen Fett und Kalk ab. Das führt zu Durchblutungsstörungen. Negative Auswirkungen zeigen sich vor allem an Herz, Gehirn und Beinen.

Aber es muß nicht soweit kommen. Sie können viel für Ihre Gesundheit tun.

Wir sollten gemeinsam versuchen, folgende Ziele zu erreichen:

l Blutzucker möglichst nah am Normalwert halten

l Blutdruck normalisieren - hohen Blutdruck abbauen

l Blutfettwerte durch fettarme Ernährung, senken

l Übergewicht reduzieren

l Nicht mehr rauchen (rauchende Diabetiker haben doppelt so häufig Augen- und Nierenschäden)

Bei richtiger Einstellung können Diabetiker ohne gravierende Spätschäden alt werden. Auch wenn es vielleicht nicht immer 100prozentig mit der Selbstdisziplin klappt, verlieren Sie nicht das Ziel aus den Augen: "Spätschäden vermeiden". Bei speziellen Fragen und Problemen wenden Sie sich an mich oder mein Praxisteam. Gemeinsam werden wir die geeignete Lösung finden.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

Patientenservice

Augen auf: Spätschäden vermeiden

Liebe Patientin, lieber Patient,

Ihr Wille zur Mitarbeit verbessert den Verlauf Ihres Diabetes.

Normnahe Blutzuckereinstellung ist der beste Schutz vor diabetischen Blutgefäß- schädigungen. Hohe Blutzuckerwerte führen zu Zuckereinlagerungen in den Gefäßwänden. Dadurch wird die Gefäßelastizität beeinträchtigt. Die Fließgeschwindigkeit des Blutes wird herabgesetzt. In der Folge kann es dann zu Verstopfungen und Verschlüssen in kleinen und großen Gefäßen kommen.

Am Auge werden solche krankhaften Gefäßveränderungen meist zuerst festgestellt. Als Vorsorgeuntersuchung ist die regelmäßige Augenuntersuchung daher besonders wichtig. Sie dient zum einen der Früherkennung von Netzhauterkrankungen. Zum anderen ist sie ein frühzeitiger Hinweis auf weitere diabetische Folgeschäden an Nieren, Haut, Muskeln oder Nerven.

Ihre aktive Mitarbeit ist gefragt.

Wer Spätschäden vermeiden will, muß die Kohlenhydrataufnahme und die Medikamenten- verabreichung kontrollieren und in Einklang bringen. Und er sollte die Risikofaktoren ausschalten: Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte.

Scheuen Sie sich nicht, mich um Rat zu fragen, wenn Sie Probleme mit Ihrem Ernährungsplan oder Ihren Blutzuckerwerten haben.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

PS: Kontrolluntersuchungen helfen, diabetische Spätschäden rechtzeitig zu erkennen. Jährlich: Alle zwei Jahre: - Augenuntersuchung - Herz- und Gefäßuntersuchung - Nierenuntersuchung - Nervenuntersuchung

Patientenservice

Fett: Ein dicker Risikofaktor

Liebe Patientin, lieber Patient,

warum ist es für Ihre Gesundheit wichtig, bei der Ernährung auf Fett zu achten? Schließlich hat Fett keinen unmittelbaren Einfluß auf den Blutzucker. Dennoch ist Fett für Typ-II-Diabetiker ein Risiko. Reichlicher Fettverzehr bedeutet hohe Kalorienaufnahme und damit sehr oft auch Übergewicht. Denn Fett ist mit doppelt soviel Kalorien wie Eiweiß oder Kohlenhydraten von allen Nährstoffen der kalorienreichste. Kein Wunder also, daß es heißt: Fett macht fett.

Das Riskante daran: Mit steigendem Gewicht braucht der Körper immer mehr Insulin, um den Blutzuckerspiegel auszubalancieren. Dadurch wird die Bauchspeicheldrüse zunehmend überfordert, die insulinbildenden Zellen erschöpfen sich vorzeitig. Außerdem verstärken fettreiche Ernährung und Übergewicht das bei Diabetes ohnehin erhöhte Risiko von Gefäßerkrankungen.

Der Ansatzpunkt zur erfolgreichen Gewichtsreduktion heißt Fettreduktion.

Schränken Sie den Fettverzehr drastisch ein. Optimal wäre eine Reduktion auf 40 g Fett täglich. Eine gute Hilfe dabei sind Fettaustausch-Tabellen. Darin werden die gängigsten Lebensmittel mit Angabe des Reinfettgehaltes aufgeführt, so daß sie sich problemlos einen fettarmen und gleichzeitig abwechslungsreichen Ernährungsplan zusammenstellen können.

Täglich Fett einsparen ist gar nicht so schwer:

l Teilen Sie die Tagesration auf nach der Faustregel: 1/3 Streichfett, 1/3 Kochfett, 1/3 ver- steckte Fette (in Wurst, Fleisch, Käse etc.). l Nutzen Sie moderne Gartechniken und -geräte wie z. B. braten ohne Fett in Pfannen und Töpfen mit Antihaftbeschichtung, garen im Dampfkochtopf, im Römertopf, in Alufolie oder per Mikrowelle. l Streichen Sie fette Lebensmittel wie fettes Schweinefleisch, fette Wurst, fetten Käse, Mayonnaise, vollfette Milch, Sahne, Butter. l Bevorzugen Sie fettreduzierte Produkte bei Käse, Milch, Quark, Joghurt und Wurst. Essen Sie fettarme Fleischsorten und Fisch. l Schneiden Sie sichtbares Fett immer ab. Entfetten Sie Soßen und Suppen. l Achten Sie auf versteckte Fette, z. B. in Fleisch-, Wurst-, Molkerei- und Backwaren.

Falls Sie Fragen zum Thema Ernährung und Gewichtsreduktion haben, sprechen Sie mich beim nächsten Praxistermin darauf an. Gerne bin ich Ihnen bei der Optimierung Ihres Ernährungs- planes behilflich.

Alles Gute für Ihre Gesundheit.

PS: Gewicht reduzieren lohnt sich! Typ-II-Diabetes läßt sich durch Normalisierung des Gewichts oft so gut beeinflussen, daß er wieder in ein Vorstadium zurückgeführt werden kann.

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